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Versicherungen und die Dauerrabattsklausel

Aus gegeben Anlass nutze ich meine Plattform hier nun auch für andere Fragen und Fälle mit suspekter Vorgehensweise die großteils nur den einen Zweck haben Kunden zu täuschen – wogegen der Kunde / der Konsument letztendlich nichtmal gesetzlich eine Chance hat.

Heute: Die Dauerrabattklausel.

Die Dauerrabattklausel ist ein Rabattsystem, welches die Kundentreue “belohnen” soll – natürlich tut das nur so, im Grunde heisst es nichts anderes, als wenn jemand vorzeitig seinen Vertrag kündigt, er dann eine Pönale bzw. eine Strafe zahlen muss und dann eine mehr oder weniger saftige Nachzahlung zu berappen hat.

Auch wenn mittlerweile gleichbleibende Dauerrabattsnachzahlungen durch das OGH verboten wurden haben natürlich etwas gewitztere Unternehmungen Ihr System bereits soweit angepasst, dass sie an diesem OGH Beschluss locker vorbeispazieren.

Verboten wurde im Detail eine gleichbleibende prozentuelle “Strafe”, da man bei einer beispielhaften Vertragslaufzeit von 10 Jahren, bei einer Kündigung im 9. Jahr mehr Strafe zahlen müsste als wenn man dieses 1 Jahr weiterhin den Vertrag aufrecht erhält. Ist klar – sowas geht nicht.

Die D.A.S zum Beispiel hat diese Regelung bereits erfolgreich umgangen, da dort die Nachforderungen degressiv festgelegt wurden – und zwar ziemlich genau so, dass man in jedem Jahr der Kündigung knapp UNTER dem Betrag bleibt, der für die restliche Vertragslaufzeit fällig wäre – Applaus, liebe D.A.S ich muss zugeben, das habt Ihr gut gemacht – zum Schutz der D.A.S darf man allerdings anmerken, dass dies auch bei anderen Versicherern aller Bereiche mittlerweile zum State-Of-The-Art gehört und nach dem OGH Urteil wohl auch auf alle anderen Versicherer umschwenken wird.

Damit ist das OGH Urteil eigentlich auch schon wieder Schnee von gestern und man hätte es sich gleich sparen können, da man bis auf eine kleine Reduktion das eigentliche Problem nicht behoben hat.

Ich finde nun Dauerrabatt nicht prinzipiell eine schlimme Sache – allerdings sollte man DANN schon so ehrlich sein und die Aufmachung für den Konsumten transparenter gestallten – zum Beispiel pro Vertragsjahr eine jährliche Rückzahlung auf bezahlte Prämien – wie das manche Versicherer zum Beispiel auch machen (Anm.: natürlich werden diese Rückzahlungen bei vorzeitigem Vertragsende wieder komplett rückgefordert soweit mir bekannt, war auch auch klar).

Passiert aber nicht und meiner Meinung liegt hier eine klare Konsumtentäuschung vor und – wenn auch eventuell ohne rechtliche Grundlage – verhindert diese Vorgehensweise so das objektive Vergleichen von Angeboten. Ich werfe hier sogar unlauteren Wettbewerb in den Raum – auch wenn es gesetzlich nicht zutrifft – das sollte es! Der Konsument wird getäuscht und sieht sich später mit nachzahlungen konfrontiert.

Ich warne also an dieser Stelle vor Versicherungsabschlüssen ohne vorherige notarielle Prüfung und Berechnung der tatsächlichen monatlichen Kosten – eher sarkastisch gemeint.

Es gibt mit jedem Jahr andere und neue Punkte auf die man bei Abschluss einer Versicherung achten sollte – und mit jedem Jahr wird es eigentlich klarer, dass man mit einer Versicherung nur drauf zahlen kann und die Chance mit Gewinn oder Nutzen auszusteigen eher einem Besuch im Casino gleichkommt – was logisch ist, denn auch Versicherungen wollen Geld verdienen und sie tun das ja eigentlich auch nicht schlecht.

Soviel zu diesem Thema – seid auf der Hut

Kategorien:Abseits der GIS
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